Tagestour: Jaita, Harissa und Byblos (Teil III – Byblos)

Posted By on 25. Juni 2011

Phönizischer HafenDer dritte und letzte Teil unseres Ausfluges führte und in das Antike Byblos, das seit ca. 5000 v.Chr. durchgehend bewohnt war und in dieser Zeit 17 verschiedene Kulturen überdauert hat.

Der erste Halt auf dem Weg in das antike Byblos war der alte phönizische Hafen, der heute von kleinen Fischerbooten und einigen privaten Segelbooten genutzt wird. Nach einer 5 Minuten Raucherpause zum Photographieren ging es dann weiter zur Ausgrabungsstelle. Diese liegt heute eingebettet zwischen dem heutigen Jubayl und dem Mittelmeer. Archaeologen haben hier Siedlungsreste aus sieben Jahrtausenden gefunden und sich bei den Ausgrabungen auf die ältesten, die phönizischen Ruinen spezialisiert.

 

Kreuzritter FestungDennoch überragt die alte Festung der Kreuzfahrer aus dem 13. Jahrhundert noch heute die kleine Anhöhe. Und stellt die Forscher hier vor ein Problem. Denn die Kreuzfahrer haben zum Bau der Festung, einfach die Steine genommen, die sie in der unmittelbaren Umgebung gefunden hatten. Seien das nun altgriechische Säulen, Bänke eines Römischen Amphitheathers oder die jahrtausendalten Mauerteile der frühen Siedlungen hier. Und die Historiker, die heute gerne wieder die römischen, griechischen und besonders die phönizischen Gebäude wieder rekonstruieren möchten, müßten dafür die historische Festung in ihre Einzelteile zerlegen.

Dennoch ist es gelungen neben den Grundrissen der phonizischen Gebäude auch einige griechschische Säulen, die unteren 5 Reihen eines fast 40 Reihen hohen römschen Amphitheaters sowie einige Antike Tempel zu rekonstruieren. Dabei hat sich herausgestellt, daß die phönizische Siedlung sowohl mit den Ägyptern als auch mit den Griechen und Römern Handel getrieben hat, und das Papyrus von hier aus in die antike Welt gebracht wurde.

Bauwerke aus sieben JahrtausendenNeben den Häusern aus 7 Jahrtausenden (im Bildvordergrund Grundmauern aus dem 5. Jahrtausend v.Chr. im Hintergrund das letzte erhaltene Haus aus dem frühen 19. Jahrhundert) gibt es hier auch einige antike Grabstätten (ca. 1800 v.Chr.) von denen ein Sarkophag die älteste erhaltene Urform unseres Alphabets aufweist. Und gleich neben der Ausgrabungsstätte gibt es einen noch heute erhaltenen und benutzten Markt über den der geneigte Tourist schlendern kann und sich mit Andenken, Souveniers und überteuerten Speisen und Getränken eindecken kann. Alles in allem ist dieser Ort definitiv eine Schatztruhe des Wissens für die Archaeologen. Auch wenn sie in den letzten 100 Jahren den damals hier befindlichen Hügel Stück für Stück abtragen mussten, um die in einer Tiefe von bis zu 11 Meter liegenden Gebäudereste freizulegen.

 

White BeachZum Abschluss unserer Tagestour ging es dann noch zum White Beach Ressort, dem abgeblich besten und saubersten Badestrand im Libanon. Hier gab es das Abschlußessen: fangfrischen, gegrillten Fisch mit landestypischer Beilage: Pommes Frittes, mediterranen Salat, Humus und das unverzichtbare dünne Fladenbrot.
Nach dem ausgiebigen Essen und sehnsüchtigen Blicken auf die im Meer badenden -denn für uns war keine Badezeit eingeplant- ging es dann per Auto zurück nach Beirut wo wir erschöpft, aber um viele Eindrücke reicher wieder an unseren Hotels abgesetzt wurden.

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